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Schloss Almásy in Gyula.

In den Zeiten nach der Türkenherrschaft wurde der größte Teil des Komitates Békés von König Karl III dem Offizier Johann Georg Harruckern für seine Dienste zuerkannt. Er stammte aus einer Handwerkerfamilie aus Oberösterreich. Im nahezu menschenlehren Komitat siedelte er ungarische, deutsche, slowakische und rumänische Menschen an.

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Die Familie Harruckern lebte überwiegend in Wien, wo sie – wie das damals üblich war – einen Stadtpalast und außerhalb der Stadt einen großen Garten mit einem Wochenendschloss besaß. Dieses letzterwähnte Schloss wurde vom damals bekannten Architekten Franz Anton Pilgram entworfen. Das Gebäude steht heute nicht mehr, seine Grundrisse waren aber sehr ähnlich denen des (damaligen) Gyulaer Schlosses. Harruckern war wahrscheinlich zufrieden mit seinem Schloss bei Wien und ließ daher keine neuen Entwürfe für Gyula erstellen und die gewohnte Umgebung gestaltete er auch in seinem weit entfernt liegenden Gut Gyula.

Der barocke Gebäudekomplex des Gyulaer Schlosses wurde von seinem Sohn Franz Harruckern gestaltet. Nach dessen Tod erbte das Schloss die Baronin Maria TheresiaWenckheim geb. Gruber. Zu den Zeiten ihres Sohnes Franz Wenckheim erlebte das Schloss seine wahre Blütezeit. Er ließ das Gebäude zu einer adeligen Residenz erweitern, die auch in Wien ihresgleichen suchte. Neben dem Gebäude ließ er eine Reithalle errichten, im Park und im Wintergarten exotische Pflanzen anpflanzen.

Die Mitglieder der Familie Wenckheim hatten die Ehre, später dreimal ungarische Herrschaften hier zu empfangen. Franz I. und seine Tochter Maria Ludovica(die spätere Ehefrau des französischen Kaisers Napoleon) besuchten das Gyulaer Schloss im Jahre 1807. Kaiser Franz Joseph mit seiner Ehefrau Elisabeth war im Jahre 1857 hier zu Gast, und später im Jahre 1876, während eines Feldzuges.

Am 23. August 1849 haben zehn der dreizehn Generäle (Märtyrer von Arad) im Gebäude die Waffen niedergelegt und sich aus dem Schlossgarten auf den Weg zum Richtplatz in Arad gemacht.

Die alte adelige Familie Almásy aus Zsadány und Törökszentmiklós kam mit dem Schloss durch die Ehe der Gräfin Stefanie Marie Wenckheim und des Grafen KálmánAlmásy in Kontakt. Ihr Sohn Dénes und seine Frau, Frau Ella Almásy geb. Károlyi waren „unendlich bescheiden“ und daher äußerst beliebt in Gyula. Die Gräfin hat den Bau des Gyulaer Gymnasiums und später des Josef Sanatoriums mit einer Summe von mehreren Tausend Kronen unterstützt.

Alois, der letzte Almásy-Erbe hat sich im November 1945 das Leben genommen. Kálmán, sein jüngerer Bruder blieb beim Ausbruch des Weltkrieges in England. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss in Staatseigentum überführt, im Gebäude waren eine Fachschule, ein Internat und Fachschule für Krankenschwester und später ein Säuglingsheim untergebracht. In den 1960er Jahren wurde im größten Teil des Schlossparks ein Thermalbad errichtet. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude allmählich geräumt.

Das Schloss Harruckern-Wenckheim-Almásy in Gyula spielte auch im kulturellen Leben des Landes eine bedeutende Rolle. Es war das erste Schlossin Ungarn, in dem schon 1746 Theateraufführungen organisiert wurden. Der Großvater von Erkel Ferenc, des Komponisten der ungarischen Nationalhymne lebte als kultureller Hofmeister und Hausmusikant im Schloss, und auch der große Komponist selbst war hier oft zu Gast. An den musikalischen Abendveranstaltungen wirkten mehrere Generationen der Familie Erkel auf dem Klavier des großen Speisesaals des Schlosses mit. Der umjubelte Künstler seiner Zeit MunkácsyMihály hat sich im Gyulaer Schloss mit der Malerei vertraut gemacht. Dabei stand ihm SzamossyElekan der Seite, der damals die alten Familienportraits und Ahnengalerie der Familie Wenchkeim kopiert und restauriert hat.


Das Schloss erzählt

Wie war das alltägliche Leben in den Schlössern, wem ist ihre Pracht zu verdanken und wie sah die Welt im Zuhause der Aristokratie hinter den Kulissen aus?


Dienstleistungen

Museums- und Souvenirladen

Bringen Sie ihre Erlebnisse, die Sie während des Besuchsder Ausstellung gesammelt haben, auch in versachlichter Form nach Hause! Lassen Sie sich dabei vom Angebot unseres Souvenirladens überzeugen und sorgen Sie für ein noch vollständigeres Bild über die einzigartige Ausstellung des Schlosses Almásy in Gyula, das Sie auch Ihren Bekannten und Liebsten präsentieren können.

Schauplatz für Veranstaltungen

Im Schloss Almásy Besucherzentrum in Gyula können Sie nicht nur vieles über den Alltag eines herrschaftlichen Sitzes viel erfahren. Sie finden hier auch einen stilvollen Schauplatz für Familien- und Firmenveranstaltungen. Ein individuelles Ambiente und eine behagliche Atmosphäre bieten wir in der Räumlichkeiten des Schlosses, in der Kapelle oder eben im Veranstaltungsraum neben dem Café. Über unsere Mietpreise können Sie sich schriftlich oder telefonisch im Besucherzentrum (+36-66/650-812) erkundigen.

Schlosscafé

Beste Qualität mit perfekter Bedienung – wie die Gäste das von einem Schloss erwarten. Unser Ziel ist es, dass sich alle unsere Gäste bei uns als Grafen oder Gräfinnen fühlen. Die Dienstleistungen des Cafés bieten wir nicht nur für die Ausstellungsbesucher an, dank eines separaten Eingangs und individuellen Öffnungszeiten freuen wir uns auf alle, die unsere Getränke und Kaffeespezialitäten probieren und sich mit unseren Kuchen verwöhnen lassen möchten.

Schlosscafé Internetseite

Dauerausstellung

Alltage und feierliche Anlässe in einem Schloss in der Tiefebene

Historisch betrachtet war das Leben des Personals schon immer ein großes Geheimnis. Das Schloss Almásy in Gyula erzählt ab jetzt darüber.
Neben der bunten Welt der Standesherren, die einst im Schloss lebten, wird nämlich auch das alltägliche Leben der Bediensteten zur Schau gestellt.

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Mit Hilfe der interaktiven Technik des 21. Jahrhunderts bietet die Ausstellung den Besuchern das Erlebnis der Entdeckung unter anderem zu folgenden Themen: wer heizte den Ofen, wieviel Wasser wurde täglich verbraucht, wer hat die Kleidung der Gräfin gewaschen, wie sah der Tagesablauf der Bediensteten aus, wer welche Aufgaben hatte und wie überhaupt lebten die Bediensteten, die das alltägliche Leben einer Grafenfamilie unsichtbar und beinahe unauffällig bequemer gemacht haben.

Auch im Leben der Aristokraten ging nicht alles nur um die Abendempfänge. Daher erzählt die Ausstellung auch über ihre Alltage mit Hilfe von ihren alltäglichen Gebrauchsgegenständen sowie den geschriebenen und ungeschriebenen Verhaltensgewohnheiten. Es werden auch die damaligen Essgewohnheiten, die Speisen, der Tagesablauf der Grundherren, die Bekleidungsgewohnheiten, die Funktion der einzelnen Räume des Schlosses, die damalige Heizungs- und Beleuchtungstechnik und zahlreihe weitere Kuriositäten präsentiert.

Das Schloss ist von einer wunderschönen Parkanlage umringt. Unter den schattenreichen Platanen, Eichen und Vogelbeerbäumen wird die Vergangenheit von einer ländlichen und kleinstädtischen Ruhe umwittert, die den Besuchern eine echte mentale Rekreation bietet.


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Sonderausstellung

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Herend I dnereH

Das Porzellan aus Herend gilt als modisch, zeitlos, zauberhaft, stilvoll und innovativ und hat tausend Gesichter.

Vor 191 Jahren hat sich Vinzenz Stingl etwas Mutiges ausgedacht und in den wildromantischen Bergen des Gebirges Bakony eine Manufaktur gegründet, um Porzellan herzustellen. Dieses Werk gilt heute als die größte Porzellanmanufaktur Europas. Der Anfang war schwer, der Produktionsvorgang war kostspielig und voll von künstlerischen Herausforderungen. Im Jahre 1839 ist Moritz Fischer, ein Kaufmann aus Tata der neue Eigentümer der Manufaktur geworden, mit riesigen Ambitionen und reichlich Kapital.

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Unter seiner Führung gewann das Porzellan aus Herend enorm an Bedeutung. Seine hohen künstlerischen Ansprüche und die ausgezeichnete Marketingarbeit wurden in den Kreisen der Aristokratie und sogar bei Kaisern und Königen gewürdigt und anerkannt. Sein Dekor hat er öfters nach den ersten herrschaftlichen und königlichen Kunden benannt. Diese Dekors bewahren auch heute noch diese prominenten Bestellungen. Vom ersten Moment an wurden alle Vorgänge in Herend manufakturell ausgeführt und dies gilt auch heute noch, 191 Jahre später. Das ist die Garantie dafür, dass das Porzellan aus Herend ein handgefertigtes Einzelprodukt ist. Und es gibt noch ein Geheimnis, das zugleich als Grundlage für unsere jetzige Ausstellung gilt: neben der Pflege der Traditionen die Fähigkeit zu einer ständigen Erneuerung. Tradition und Innovation gelten als Eigenschaften, die für das perfekte Porzellan aus Herend zu jeder Zeit sorgen.

Die Produktpalette ist unvorstellbar bunt, die über 16.000 Formen und beinahe 4.000 Muster sind frei zu variieren. Tradition. Und jährlich werden 350-400 neue Produkte in der Manufaktur entwickelt, jeder Tag gilt praktisch als Geburt für ein neues Produkt aus Herend. Innovation. Die Produkte werden nach über 60 Länder auf der ganzen Welt exportiert. Höchstwahrscheinlich gibt es keinen Platz auf dieser Welt, wo die Marke „Herender“ nicht bekannt ist. Unikum und Hungaricum. Zeitlos und wunderschön. Zauberhaft und schön. Unwiderstehlich und perfekt. Träumerisch und real. Schafft Mode und ist trotzdem unvergänglich. Ein echter Schatz. Pflegt die Traditionen und ist zugleich fortschrittlich.

In Herend haben beinahe 800 Arbeitnehmer eine gemeinsame Liebe. Die große Liebe, das zerbrechliche weiße Gold: das Porzellan. Wie auch eine perfekte Beziehung durch Leidenschaft geprägt ist, spielt bei der beinahe 200jährigen Erfolgsgeschichte des Porzellans aus Herend die Leidenschaft ebenfalls eine wichtige Rolle. Und man braucht noch etwas, um aus einem anfänglich winzigen Betrieb und dem Traum der Gründer eine auf allen bewohnten Kontinenten der Welt bekannte und anerkannte Marke zu machen:

Die Fähigkeit, sich der Umgebung anzupassen und zugleich das Handwerk und die Traditionen eines Produktes und einer Marke zu bewahren und sich ständig zu erneuern.

Unsere Ausstellung wurde auf Basis dieser Thematik gestaltet. Sie ist eine Zeitreise oder ähnelt der Geschichte Alice im Wunderland. Mal sind wir im 19., mal im 21. Jahrhundert. Es werden herausragende Prachtstücke aus den letzten 200 Jahren sowie die beinahe 200jährige Entwicklung des berühmten Dekors präsentiert. Auch die Lösungen zur Installation sind mutig und außergewöhnlich verwendet. Wir begrüßen Sie in der Welt der Herender, in unserer langen Zeitreise. Der Weg muss ja befahren werden, und es lohnt sich auch!

Die Ausstellung ist vom 5. Mai bis zum 1. Oktober 2017 zu besuchen, während den Öffnungszeiten des Gyulaer Schloss Almásy Besucherzentrums.

Kontakt

Öffnungszeiten

  • Von Dienstag – bis Sonntag: täglich 10-18 Uhr
  • Montags: geschlossen

Kontakt

  • Telefonnummer: (66) 650-218
  • Email: info@gyulaikastely.hu

Lage des Schlosses

Das Schloss Almásy Besucherzentrum in Gyula liegt in der Innenstadt von Gyula, der Burg gegenüber, direkt neben dem Burgbad. Die Stadt Gyula selbst liegt direkt an der rumänischen Grenze und kann aus Richtung Budapest auf der Autobahn M5 und der Fernverkehrsstraße Nr. 44, aus Richtung Szeged und Debrecen auf der Fernverkehrsstraße Nr. 47 über die Stadt Békéscsaba erreicht werden.

Karte

www.dog-checks.com

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    • Die Dauerausstellung „Alltag und feierliche Anlässe in einem Schloss in der Tiefebene“ :
    • Eintrittskarte: 2200 HUF
    • Eintrittskarte für Gruppen ab 15 Personen: 2000 HUF/Person
    • Ermäßigte Eintrittskarte: 1100 HUF
    • Ermäßigte Eintrittskarte für Gruppen ab 15 Personen: 1000 HUF/Person
    • Aussichtsturm
    • Eintrittskarte: 300 HUF
    • Ermäßigte Eintrittskarte: 150 HUF
    • Vier in einem - Dauerausstellung „Alltag und feierliche Anlässe in einem Schloss in der Tiefebene“ + Aussichtsturm + Sonderausstellung + Gyulaer Burg
    • Eintrittskarte: 3200 HUF
    • Eintrittskarte für Gruppen ab 15 Personen: 3000 HUF/Person
    • Ermäßigte Eintrittskarte: 1600 HUF
    • Ermäßigte Eintrittskarte für Gruppen ab 15 Personen: 1500 HUF/person

    • Die ermäßigten Eintrittskarten können Schüler und Studenten zwischen 6-26 Jahren und Rentner gegen Vorlage des Ausweises beanspruchen.

    • Weitere Ermäßigungen:
    • 50% für Eltern mit mindestens zwei Kindern
    • 50% für Besucher, die in Gyula ihren festen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort haben
    • kostenlos für Behinderte und Kinder unter 6 Jahren